Problemhund?

 

Oder Probleme des Menschen mit hündischem Verhalten?

 

 

Was ist ein Problemhund?

Von einem Problemhund spricht man heutzutage bereits, wenn ein Hund Verhaltensweisen zeigt, welche nach dem subjektiven Empfinden des Menschen beim Zusammenleben stören oder sogar zu einer Belastung der Umwelt werden.

 

Heute gibt es mehr Probleme mit Hunden als vor Jahren.

 

Unerwünschte Verhaltensweisen:

Die Liste ist lang, das geht von leichten Auffälligkeiten bis hin zu richtigen Verhaltensstörungen

 

leichte Auffälligkeiten:

meist betrifft dies Ungehorsam aus mangelnder Erziehung wie z. B.

- an der Leine ziehen

- den Rückruf und Signale nicht befolgen

- der Hund macht was er will

 

Probleme:

betreffen ein Verhalten vom Hund, wo der Hundehalter oft nicht weiß, warum der Hund das macht und welchen Lösungsweg es zur Behebung gibt, z.B.:

- Zerstörungswut

- Trennungsangst

- Urinieren und koten in Wohnräumen

- Jogger, Fahrradfahrer anbellen und/oder hinterher rennen

- Aggression gegenüber Artgenossen, besonders an der Leine

- übermäßiges Bewachen von Haus oder Wohnung, Besucher  

   anbellen oder auch gar keinen reinlassen

- Futteraggression

- Verteidigung von Ressourcen

- etc. 

 

Verhaltensstörungen:

Von wirklichen Verhaltensstörungen spricht man bei Stereotypien. Das sind zwanghaft motorische Bewegungen, z.B.:

- Schwanz jagen

- exzessives Pfoten lecken und nagen

 

Die unerwünschten Verhaltensweisen lassen sich in den meisten Fällen beheben. Dessen bedarf ein gezieltes kontinuierliches Training und je nach Verhalten ist das nicht in wenigen Tagen oder Wochen zu beheben.

 

Unerwünschte Verhaltensweisen/auffälligkeiten entstehen durch:

 

1. ) Arbeitslosigkeit des Hundes

     = Unterforderung, die geistige Auslastung fehlt

Bewegung/Spaziergänge alleine reichen bei den meisten Hunden nicht aus. Der Hund braucht auch eine geistige Auslastung welche auf die spezifischen Rasseeeigenschaften bezogen ist. Vergleichsweise: welcher Mensch möchte den ganzen Tag auf dem Sofa herumliegen (ohne TV und PC ) und dann zur Bewegung in ein Fitnesscenter?

Beschäftigung ist Spiel und Spass. Das fördert auch die Beziehung zwischen Mensch und Hund.

 

Früher entstanden verschiedenen Hunderassen weil bestimmte Eigenschaften/Leistungsmerkmale gewünscht waren:

z.B. Wachhunde, Jagdhunde, Hüte- und Treibhunde, Begleithunde


Heute wird ein Hund angeschafft als Sozialpartner

- nach einem bestimmten Schönheitsideal

- aus Mitleid

- nach Medien: Spielfilme, Werbung

 

Die genetische Disposition (Arbeitsleistung) wird beim Welpenkauf oft nicht berücksichtigt.

 

 

2.) Zu wenig Erziehung und Führungsrolle und die emotionalen  

     Ansprüche des Menschen = Überforderung

 Die Hunde werden vermenschlicht. Das bedeutet: Heute ist der Hund für den Menschen oft der Ersatz eines Sozialpartners. So wird er auch betrachtet und die eigenen Bedürfnisse auf den Hund projiziert. Das Verhalten wird oft als menschliches Verhalten interpretiert und dabei wird vergessen, dem Hund Grenzen und Regeln zu zeigen und/oder in entscheidenden Situationen dem Hund eine souveräne Führungsperson zu sein.

Da der Hund aber andere Bedürfnisse hat als die des Menschen, sondern nach einer klaren Führung sucht, führt dies zur Orientierungslosigkeit und emotionalen Stress, weil der Hund selber Entscheidungen treffen muss und somit Überfordert wird.

 

3.) Mangelnde Sozialisierung:

Nimmt man sich aus Unwissenheit oder Zeitmangel nicht die Zeit für die Sozialisierung eines Welpen, kann ein Hund nicht lernen mit der Umwelt, Artgenossen und Menschen umzugehen. Für die Zukunft des Vierbeiners kann dies fatale Folgen haben, weil er

- nicht „hündisch“ gelernt hat. Das bedeutet, Artgenossen richtig

   einzuschätzen und mit Ihnen adäquat zu kommunizieren.

- seine Umwelt und/oder Menschen als bedrohlich empfindet.

 

4.) Zeitmangel des Menschen:

Heute leben viele Hunde in der Stadt, was früher undenkbar war. Das bedeutet drei Mal am Tag mit dem Hund Gassi gehen und den Hund während des Spaziergangs körperlich und geistig artgerecht auslasten. Dazu kommen noch Sozialisierung des Welpen/Jung-hundes (=Zeit für die Hundeschule), Erziehung und Training.

Das beansprucht viel Zeit.

 

 

 

Eines der häufigsten Verhaltensprobleme ist unerwünschte Aggression! Am häufigsten bei Begnungen mit andern Artgenossen, aber auch Recourcen- und Revierverteidigung.

 

Aggression ist kein entartetes Verhalten oder etwas Negatives, sondern Aggression ist ein natürliches Verhaltensrepertoires, welches das Überleben sichert.

Aggression hat verschiedene Stufen von Drohung bis zur Tötung.

 

Oft werden die ganz kleinen Anzeichen von Aggression (Drohung) vom Hundehalter nicht erkannt, sondern erst wenn die Drohung stärker wird und in Knurren und/oder Bellen ausartet.

 

 

Meine Aufgabe ist es:

 

Herauszufinden ...

Warum zeigt der Hund das unerwünschte Verhalten?

Was ist der Auslöser?

Welche Trainingsansätze/Lösungsmöglichkeiten gibt es?

Hierbei wird natürlich immer der einzelne Hund berücksicht.

 

Die Trainingsansätze sind abhänging von folgenden Faktoren:

Vom Individuum Hund!!!!

Steht der Hund über Hör- und/oder Sichtzeichen unter Kontrolle?

Welche Verhaltensalternativen gibt es speziell für diesen Hund?

Wie kann der Mensch den Hund unterstützen? (= Mensch-Hunde-Beziehung)

Wie viel Zeit ist der Mensch bereit zu investieren?

 

Dementsprechend können gute oder schlechte Prognosen zur Verhaltensänderung abgegeben werden.

 

 

 

 

Bei einem Hausbesuch können die Probleme auch vor Ort angeschaut und besprochen werden.


 

Kontakt:

 

Petra Gunther

 

Tel.:   0751 45 33 5
Mobil 0170 546 3279

info@hugu-hundeschule.de